Kochen mit Musikern- Good Lee

Voller Freude darf ich euch mein zweites Interview mit einem tollen Musikproduzenten präsentieren. Kurz kam uns das Leben dazwischen und wir hätten es, während meines Wienaufenthalts letzte Woche, kaum geschafft. Doch nun bin ich froh, den 25-jährigen doch noch besucht zu haben. Passend zur Jahreszeit dachten wir uns, wir backen Weihnachtskekse. Aber ich muss jetzt zugeben, die sind jetzt nicht so geil geworden :P.

Patrick Gutensohn ist gebürtiger Dornbirner mit philippinischen Wurzeln, der vor einigen Monaten sich dazu entschied, nach Wien zu ziehen. Sein Leben besteht regelrecht aus Kunst und der Liebe zur Natur. Ich hatte besonders große Freude an seinem starken Interesse, mit mir etwas Vegan zu kochen/backen. Patrick alias Good Lee lebt seit zwei Jahren vegan und vertritt seine Meinung zum Tierschutz mit Stolz.

Als kleiner Vorgeschmack, etwas Sound von meinem Gastgeber:

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Zur Person:

Patrick Gutensohn, Good Lee, 25, lebend in Wien, Musik Produzent und Tänzer.

Vie: Wann hast du die Liebe zur Musik entdeckt?

Guti: Mit 13 Jahren begann ich in der FRK Danceschool Tanzunterricht zu nehmen. Ich interessierte mich sehr für B-Boying, trainierte aber auch andere Tanzstile. Ein paar Jahre später absolvierte ich auch die FRK Hip-Hop Academy. Seit 2005 spielt Tanzen und Musik in meinem Leben eine große Rolle.

Vie: Seit wann produzierst du Musik?

Guti: Mhm, offiziell begann ich 2012, amateurhaft.  Ich habe mit Mike, Munky Fike, zusammen angefangen. Das erste Jahr steigerte ich mich extrem rein und als wir die ersten paar mal auflegten oder Sound öffentlich stellten, bemerkten wir, dass der Sound gut ankam, das gibt einem Motivation.

Vie: Also hast du mit Dj-ing angefangen?

Guti: Ja, ich hatte mit Mike meine ersten Gigs, viel auf Battles, FRK Party’s, im Rauch Club usw. Nach einiger Zeit legte ich dann meinen Fokus aufs produzieren.

Vie: Alleine? Oder immer noch mit Mike?

Guti: Es hat sich mit der Zeit so entwickelt, dass wir durch unsere diversen Geschmäcker, mehr anfingen, solo zu produzieren. Ich stehe sehr auf melancholische und melodische Musik (Downtempo, Trip-Hop usw..). Ich habe mich in eine andere Richtung entwickelt und trainierte, auch beim B-Boying, zu anderer Musik, als meine Crew Mitglieder.  Eben begann ich dann, mich aufs produzieren zu konzentrieren, da ich persönlich, mit dem kreativen Prozess dieser Tätigkeit, sehr resoniere.

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Vie: Willst du in Zukunft nur produzieren oder auch mal wieder Dj-ing machen oder ein Live Set spielen?

Guti: So ein Live Set mit einer vollen Band zu performen, strebe ich definitiv an. Mein Hauptziel dennoch, ist einfach mit meiner Musik und der Leidenschaft zur Kunst die Menschen zu erreichen und Ihnen etwas geben zu können.

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Vie: Kannst du auch ein Instrument spielen oder hattest du als Kind starkes musikalisches Interesse?

Guti: Nope, nicht wirklich gut (haha). Ich habe keine musische Ausbildung im klassischen Sinne. Ich probiere mich an einem Instrument herum, bis ich mit einer Melodie zufrieden bin. Ich lernte mir das meiste selbst oder von meinem Umkreis, am Anfang lernte ich sehr viel von Mike. Ich bin sozusagen ein Quereinsteiger.

Vie: Bei deiner Musik hört man sofort deine eigene Note, der besondere eigene Stil macht das einzigartig für den Hörer, ist es beim Tanzen ähnlich?

Guti: Ich hatte schon immer einen etwas anderen Stil. In der Hip-Hop „Prodigyy Crew“ zu tanzen war eine geniale Zeit, sie ist und wird immer meine Crew und meine Family bleiben, doch ich bin auch sehr interessiert in contemporary, Zeitgenössischer Tanz, bzw. auch anderen Tanzarten. Mittlerweile tanze ich auch in einer Company mit internationalen Tänzern, in der ich mich sehr zuhause fühle. Für diese Company habe ich das letzte Stück komponiert/produziert.

Vie: Was für eine Company?

Guti: „Hungry Sharks“ ist der Name der Company, die Heads der Gruppe kommen aus Klagenfurt, die Tänzer sind von überall her. Ich bin seit 2014/15 dabei, wir haben regelmäßig Auftritte, mittlerweile kreierten wir fünf Abendfüllende Tanzstücke.

Vie: Hattest, oder hast, du im Produzieren auch Projekte mit anderen Künstlern?

Guti: Ja ich arbeitete für mein Album „Minute Of Peace“einmal mit Clara Frühwirth zusammen, einer Grazer Violine Spielerin, Gerda Moser-Kindler, einer Flötenspielerin aus Salzburg und Alijana Muric, Sängerin aus DB/Wien, zusammen. Das war sehr bereichernd und eine tolle Erfahrung. Es sind für 2018 mehr Collabos und Features geplant.

Vie: Was hat dich zu deinem Umzug von Vorarlberg nach Wien angetrieben?

Guti: Ich wollte schon länger raus aus Vorarlberg und woanders Erfahrung sammeln. Ich liebe zwar die Natur dort sehr, aber speziell die Kunst-Tanzszene ist in den meisten Großstädten, vorallem im contemporary, viel größer.

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Vie: Drei Lieblings DJ’s/ Künstler?

Guti: Emancipator, Bonobo, Olafur Arnalds.

Vie:  Du lebst seit 2 Jahren vegan und trinkst seit 3 Jahren keinen Alkohol und rauchst nicht. Was brachte dich dazu dein Leben sehr gesundheitsbewusst zu führen?

Guti: Ich wachse einfach täglich an meinem Bewusstsein für die Umwelt und will meinem Körper das einfach nicht antun.

Vie: Was wäre dein Traum?

Guti: A „Minute of Peace“ for everyone, hehe 😉

Vie: Unsere veganen Weihnachtskekse sind etwas knusprig geworden, oder?

Guti: Haha, ja aber easy, hat voll Spaß gemacht. Danke fürs vorbeikommen!

 

Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich bei Guti für den feinen Abend. Wir hatten tolle Gespräche und viel Gelächter. Es ist für mich eine Bereicherung solch tolle Menschen kennen lernen zu dürfen und Unterstützung von ihnen zu bekommen. Das schätze ich sehr.

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